Über die Fachstelle
Die Fachstelle Inklusion in der Jugendarbeit unterstützt Fachkräfte und Ehrenamtliche in der Jugendarbeit, Jugendverbandsarbeit und Jugendsozialarbeit in allen inklusiven Fragestellungen und Themen. Wir geben Impulse, bieten Austausch und teilen Wissen, das Inklusion praxisnah voranbringt. Die Fachstelle Inklusion in ist ein landesweites Angebot des Landesjugendring Thüringen e. V. mit Sitz in Erfurt.
Unsere Ziele
- Inklusive Strukturen stärken
Wir unterstützen Einrichtungen dabei, ihre Angebote, Räume und Strukturen so weiterzuentwickeln, dass alle jungen Menschen teilhaben können – unabhängig von Beeinträchtigungen, Herkunft, sozialem Status oder individuellen Voraussetzungen.
- Fachkräfte qualifizieren
Wir bieten Beratung und Materialien an, damit pädagogische Fachkräfte und Ehrenamtliche inklusiv arbeiten können. Wenn gewünscht, vermitteln wir für euch passende Fortbildungen.
- Haltungsorientierung
Reflexion der eigenen Strukturen – Mitarbeiter*innen werden befähigt, exkludierende Praktiken zu erkennen und aktiv inklusiv zu gestalten.
- Vernetzung & Austausch
Einrichtung einer regelmäßigen Werkstattreihe „Inklusion konkret“ zur Vernetzung, Beratung und zum regen Austausch mit anderen Fachkräften und Ehrenamtlichen aus Thüringen.
- Praxisnahe Konzepte & Kooperationen
Gemeinsame Entwicklung und Erprobung von inklusiven Angeboten durch die Öffnung von Jugendstrukturen und Kooperation mit der Behindertenhilfe.
- Öffentlichkeitsarbeit und Materialien für die inklusive Praxis
Wir teilen eure Erfahrungen, bereiten Erkenntnisse praxisorientiert auf und stellen Orientierungshilfen für die inklusive Jugendarbeit bereit. - Beratung
Niedrigschwellig, themenzentriert, lösungsorientiert

Katja Borrmann
Referentin für Inklusion
Seit Januar 2026 arbeite ich beim Landesjugendring Thüringen.
Studiert habe ich Soziale Arbeit in Erfurt und war danach viele Jahre in der Begleitung von Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen unterwegs – Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Diese Zeit hat mich geprägt: Ich habe gelernt, wie unterschiedlich Lebenswege sein können, wie wertvoll echte Teilhabe ist und wie viel Stärke in jedem Menschen steckt. Das Thema Inklusion begleitet mich also schon lange.
Erfurt ist seit vielen Jahren meine Wahlheimat. In Thüringen fühle ich mich zu Hause und freue mich darauf, gemeinsam mit den Trägern der Jugendarbeit daran zu arbeiten, Orte zu schaffen, an denen sich junge Menschen gesehen, willkommen und gestärkt fühlen.

Birgit Warkentin
Referentin für Inklusion
Seit Juli 2026 bin ich Referentin bei der Fachstelle Inklusion des Landesjugendrings Thüringen.
Ich bin Diplom-Sozialpädagogin und war viele Jahre in der Kinder- und Jugendhilfe sowie in der internationalen Friedens- und
Entwicklungszusammenarbeit tätig. Im Mittelpunkt meiner Arbeit stand die Begleitung junger Menschen auf ihrem Weg zu gesellschaftlicher Teilhabe und selbstbestimmtem Handeln. Dabei habe ich sie darin unterstützt, ihre Stärken zu erkennen, ihre Interessen zu vertreten und ihre Möglichkeiten der Mitgestaltung aktiv wahrzunehmen.
Heute lebe ich mit meiner Familie in Thüringen. Mein Anliegen ist es, Verbände, Träger und Ehrenamtliche in der Jugendarbeit dabei zu unterstützen, inklusive Strukturen weiterzuentwickeln und die Teilhabe aller jungen Menschen zu stärken.
Unsere Grundsätze
- Vision der Teilhabe
Inklusion als Selbstverständnis – alle jungen Menschen zählen, unabhängig von Fähigkeiten, Herkunft oder sozialer Lage, Geschlecht, Religion, kultureller Identität, sexueller Orientierung, Sprache oder individueller Lebenssituation. Es geht um volle, wirksame und gleichberechtigte Teilhabe in allen Lebensbereichen.
- Vielfalt als Stärke
Wir sehen Vielfalt als Ressource und gestalten Jugendarbeit so, dass Unterschiedlichkeit bereichernd wirkt.
- Partizipation
Junge Menschen werden gehört, beteiligt und ernst genommen – in ihrer Vielfalt und mit ihren eigenen Perspektiven.
- Praxisnähe
Wir entwickeln Lösungen, die vor Ort umsetzbar sind. Unsere Arbeit orientiert sich an den realen Anforderungen und Erfahrungen der Jugendarbeit.
- Barrieren abbauen
Identifikation und systematischer Abbau von Hürden – räumlich, kommunikativ, organisatorisch –, damit Angebote wirklich zugänglich sind.
- Wertschätzung und Empowerment
Wir begegnen allen Menschen respektvoll, stärken ihre Ressourcen und unterstützen sie darin, selbstbestimmt zu handeln.