Basis-Check
Wo stehen wir?

Haltung

Betrachte ich Vielfalt grundsätzlich als Bereicherung für meine Arbeit?
Begegne ich allen Menschen wertschätzend und respektvoll – unabhängig von Fähigkeiten, Herkunft oder sozialem Hintergrund?
Für die Entwicklung inklusiver Angebote in der Kinder- und Jugendarbeit braucht es eine Grundhaltung, die Vielfalt und die Pluralität menschlichen Lebens, als selbstverständlich und als Chance begreift.
Reflektiere ich regelmäßig meine eigenen Einstellungen und Vorurteile gegenüber Inklusion?

Reflexionsbedarf

Eine inklusive Haltung entwickelt sich – sie ist kein „Entweder-oder“. Es lohnt sich, eigene Bilder, Unsicherheiten und Erfahrungen genauer zu betrachten.


Next Step:

Individuelles Beratungsangebot der Fachstelle nutzen

Wissensartikel „Was ist Inklusion- und was nicht“

→ Fortbildungen des Landesjugendamtes nutzen. Eine Übersicht findet ihr bei uns auf der Website.

Potenzial zur Vertiefung

Du bist grundsätzlich offen, aber bestimmte Aspekte sind noch nicht systematisch reflektiert.


Next Step:

Austausch suchen, Praxisbeispiele anschauen, erste konkrete Schritte planen.

Digitale Sprechstunde der Fachstelle nutzen

→ Methoden für Teamsitzungen

Stabile Grundhaltung vorhanden

Du bringst eine reflektierte und offene Haltung gegenüber Vielfalt mit. Inklusion kann auf dieser Basis gut weiterentwickelt werden.


Next Step:

Strukturelle Fragen klären: Wie wird diese Haltung im Alltag konkret sichtbar?

→ Weiter zum Praxis-Check

Beratungstermin der Fachstelle nutzen zur strukturellen Verankerung

Team

Erkennen wir als Team, wo unsere Grenzen liegen, wenn es um die Öffnung für vielfältige junge Menschen geht?
Verschieden bedeutet: mit unterschiedlichen Fähigkeiten, Hintergründen und Lebenslagen – z. B. verschiedene körperliche oder psychische Voraussetzungen, soziale Situationen, kulturelle Hintergründe, Geschlechteridentitäten
Findet das Thema inklusive Haltung in unseren Besprechungen regelmäßig Raum? Info: Inklusion ist ein Prozess und muss immer wieder hinterfragt und angepasst werden
Verfügen wir im Team über grundlegende Kenntnisse zur inklusiven Arbeit?
Das umfasst u. a.: Wissen über unterschiedliche Voraussetzungen (körperlich, sprachlich, kulturell, sozial, emotional), verschiedene Formen von Behinderung, Rechtsgrundlagen (z. B. UN- BRK, SGB VIII), differenzierte Methoden im Alltag.

Entwicklungspotenzial im Team

Inklusion scheint bisher kein durchgängiges Teamthema zu sein. Das ist kein Scheitern – sondern ein realistischer Ausgangspunkt und eine Chance.


Next Step:

→ Struktursitzung zum Thema Inklusion innerhalb des Teams

→ Gemeinsame Fortbildung

→ Beratung zur Teamentwicklung – hierfür gerne die Fachstelle für einen Beratungstermin anfragen

Gute Ansätze, aber noch nicht systematisch

Es gibt Offenheit, aber Inklusion ist noch nicht fest im Teamalltag verankert.


Next Step:

→ Inklusion als festen Teamberatungspunkt einführen

→ Fortbildungsbedarf klären und ein Fortbildungsangebot des Landesjugendamtes nutzen

→ Teaminterne Reflexionsmethoden nutzen

Team als tragende Ressource

Euer Team verfügt über eine gute Grundlage für inklusive Weiterentwicklung. Inklusion scheint nicht nur Einzelthema, sondern Teil eurer gemeinsamen Verantwortung zu sein.


Next Step:

Strukturelle Verankerung prüfen:

→ Zuständigkeiten klären

→ Austausch mit anderen Trägern suchen – digitale Sprechstunde der Fachstelle nutzen

Rahmenbedingungen

Ist unser Träger/unsere Einrichtung/unser Projekt für möglichst viele Menschen gut zugänglich?
Dabei müssen verschiedene Bereiche mitgedacht werden: räumlich, organisatorisch, sprachlich. Detailliertere Fragen zur Barrierefreiheit bezogen auf die Rahmenbedingungen des Ortes oder zur Sprache findet ihr im Selbstcheck Inklusion-konkret z. B. in der Einrichtung.
Sind unsere Informationen grundsätzlich barrierearm gestaltet?
barrierearm würde z. B. bedeuten, dass Texte und Informationen in einfacher Sprache formuliert sind, evtl. wird Brailleschrift (Blindenschrift) verwendet, Einsatz von Piktogrammen
Passen wir Abläufe oder Angebote flexibel an, wenn Menschen unterschiedliche Bedürfnisse haben?
Dabei gilt es zu hinterfragen, wie jede*n Jugendliche*n mit ihren*seinen Bedarfen, Bedürfnissen und Interessen in Gruppenprozesse einbezogen wird.
Arbeiten wir aktiv daran, Teilhabe für alle zu ermöglichen und Strukturen bei Bedarf anzupassen?

Struktureller Entwicklungsbedarf

Inklusion scheint bisher nicht systematisch in den Rahmenbedingungen verankert zu sein.


Next Step:

→ Gemeinsamer Struktur-Check im Team

→ Beratung zur Organisationsentwicklung- hierfür gerne das Beratungsangebot der Fachstellenutzen

→ Fortbildungen des Landesjugendamtes nutzen. Eine Übersicht findet ihr bei uns auf der Website.

Ansätze vorhanden – Entwicklungspotenzial sichtbar

Einzelne Bereiche sind bereits barrierearm gestaltet, andere noch nicht systematisch betrachtet.


Next Step:

→ Prioritäten setzen (z. B. Sprache, Raum, Abläufe)

→ Schrittweise Anpassungen planen

→ Beratung zur strukturellen Entwicklung nutzen, hierfür entweder die digitale Sprechstunde der Fachstelle nutzen oder einen individuellen Termin vereinbaren

Strukturelle Offenheit vorhanden

Eure Rahmenbedingungen zeigen, dass Inklusion nicht nur Haltung, sondern gelebte Praxis ist.


Next Step:

→ Nachhaltige Verankerung im Konzept

→ Kooperation mit Kommune / Träger weiterentwickeln

→ Gute Praxis dokumentieren – gerne in der digitalen Sprechstunde der Fachstelle von eurem positiven Beispiel erzählen