Turmbau – gemeinsam hoch hinaus

Thema

Kooperation, Kommunikation, Kreativität

Zeitaufwand

ca. 20 – 45 Minuten (je nach Gruppengröße)

Gruppengröße

Kleine Gruppen (3–6 Personen); auch als Gesamtgruppenprojekt möglich, mehrere Gruppen parallel möglich

Kurzbeschreibung

Beim Turmbau arbeiten Kleingruppen zusammen, um aus vorgegebenen Materialien einen möglichst stabilen Turm zu bauen. Dabei stehen Kooperation, Planung und gemeinsame Lösungsfindung im Mittelpunkt, nicht Wettbewerb oder Perfektion.

Barrierefreiheit

  • Bewegungsarm im Sitzen möglich
  • Alternative Kommunikationsformen möglich (Zeigen,Zeichnen, Symbolkarten)
  • Rollen flexibel verteilbar (Planung, Materialorganisation, Stabilitätsprüfung)
  • Tempo an Gruppe anpassbar
  • Materialauswahl an motorische Bedürfnisse anpassbar
  • Komplexität reduzierbar (zum Beispiel ohne Zusatzregeln)

Benötigtes Material

  • Papier, Zeitung, Pappe, Strohhalme oder Bauklötze
  • Klebeband, Schnur oder ähnliches
  • gegebenenfalls Maßband (optional)

Die Methode unterstützt die Teilnehmenden dabei:

  • gemeinsam Lösungen zu entwickeln
  • Aufgaben und Rollen zu verteilen
  • Ideen auszuprobieren und anzupassen
  • mit Frustration konstruktiv umzugehen
  • Erfolg als Team zu erleben

Der Fokus liegt auf Zusammenarbeit und nicht auf Konkurrenz.

  • Kinder 
  • Jugendliche
  • Erwachsene

Ablauf

Einführung

Die Gruppe erhält die Aufgabe: „Baut gemeinsam einen Turm, der frei stehen kann.“

Optional:

  • Zeitbegrenzung festlegen
  • Materialmenge begrenzen
  • Ziel definieren (zum Beispiel möglichst hoch, möglichst stabil)

Wichtig: Es geht um Zusammenarbeit, nicht um Gewinnen.

Hinweis für Anleitende: Feinmotorik kann bei sehr kleinteiligem Material herausfordernd sein, bei Zeitdruck kann Stress entstehen.

Planungsphase

Die Gruppe überlegt gemeinsam:

  • Welche Materialien eignen sich wofür?
  • Wer übernimmt welche Rolle?
  • Wie soll der Turm aufgebaut werden?

Bauphase

Die Gruppen setzen ihre Idee um. Zwischendurch sind Anpassungen möglich.

Optional: Kurze Baupausen zur Reflexion einplanen.

Präsentation

Die Gruppen stellen ihre Türme vor.

Mögliche Fragen:

  • Wo musstet ihr umdenken?
  • Was war eure Idee?
  • Was hat gut funktioniert?

Reflexion

  • Wie habt ihr Entscheidungen getroffen?
  • Gab es unterschiedliche Meinungen?
  • Was hat euch als Team geholfen?
  • Was würdet ihr beim nächsten Mal anders machen?

Variationen und Erweiterungen

  • Gemeinsamer Großgruppen-Turm
  • Turm ohne Sprechen bauen
  • Turm mit geschlossenen Augen (eine Person beschreibt)
  • Rollenkarte (Planerin, Bauleitung, Materialmanagerin etc.)
  • Turmbau mit Zusatzregeln:
    • Jede Person darf nur ein Wort sprechen
    • Material darf nur mit einer Hand benutzt werden
    • Turm muss 60 cm hoch sein

Pädagogische Hinweise

  • Wettbewerb nur einsetzen, wenn Gruppe damit gut umgehen kann
  • Frustration moderierend begleiten
  • Rollen bewusst verteilen (nicht automatisch dominante Kinder planen lassen)
  • Reflexion einplanen – hier liegt der Lerngewinn