Positionsbarometer

Thema

Beteiligung, Meinungsvielfalt, Perspektivwechsel

Zeitaufwand

ca. 10–20 Minuten

Gruppengröße

mittlere bis große Gruppen, Kleingruppenvariante möglich

Kurzbeschreibung

Beim Positionsbarometer werden Aussagen vorgelesen oder sichtbar gemacht. Die Teilnehmenden positionieren sich im Raum, je nachdem, ob sie zustimmen, unsicher sind oder ablehnen. Anschließend können einzelne Positionen erläutert und diskutiert werden.

Barrierefreiheit

  • Aussagen können schriftlich und mündlich präsentiert werden
  • Positionierung ist bewegungsarm adaptierbar, weil man:
    • Karten hochhalten kann
    • Sitzplätze markieren kann
    • mit Symbolkarten abstimmen kann
    • digitale Abstimmungen nutzen kann
  • Unterstützung durch Moderation möglich

Benötigtes Material

  • vorbereitete Aussagen
  • ggf. Karten „Stimme zu / Unentschieden / Stimme nicht zu“
  • ggf. Bodenmarkierungen

Die Methode unterstützt die Teilnehmenden dabei:

  • eigene Haltungen wahrzunehmen
  • Unterschiede in der Gruppe sichtbar zu machen
  • Argumente zu formulieren
  • andere Perspektiven kennenzulernen
  • respektvolle Diskussion zu üben
  • Jugendliche
  • Erwachsene

Ablauf

Raum vorbereiten

Im Raum werden drei Bereiche markiert:

  • „Stimme zu“
  • „Unentschieden“
  • „Stimme nicht zu“

Alternativ: Skala von 1–10

Aussagen vorlesen

Beispielhafte Statements:

  • „In Gruppen entscheidet am besten eine Person.“
  • „Regeln sind wichtig, auch wenn ich sie nicht verstehe.“
  • „Alle sollten immer ihre Meinung sagen dürfen.“

Position beziehen

Die Teilnehmenden bewegen sich entsprechend ihrer Meinung im Raum.

Austausch

Einzelne Personen erklären freiwillig ihre Position. Andere können nachfragen oder ergänzen.

Wichtig:
Keine Bewertung – unterschiedliche Meinungen sind erlaubt.

Weitere Runden: Mehrere Aussagen möglich

Variationen und Erweiterungen

  • Stumme Variante (nur Position, keine Diskussion)
  • Positionswechsel nach Diskussion
  • Kleingruppengespräch innerhalb der Positionen

Pädagogische Hinweise

  • Sensible Themen achtsam auswählen
  • Freiwilligkeit bei Wortbeiträgen wahren
  • Keine Bewertung von Meinungen
  • Konflikte moderieren
  • Alternativ stille Variante anbieten